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Analysetools an den Kragen

Ein kurzer Tipp, um selber seine Daten im Internet (etwa vor Analyse-Tools wie z.B. Google Analytics oder Werbeeinblendungen) zu schützen, auch wenn es nicht Aufgabe des Betroffenen ist, sich gegen illegale Datenerhebung zu wehren:

  1. Firefox installieren
  2. Die Erweiterung „No-Script“ installieren und nur noch ausgewählten Seiten ein JS erlauben
  3. Die Erweiterung „AdBlock Plus“ installieren
  4. Nun die „Tracking-Filterliste“ abonnieren (kostenlos!)
  5. Wahlweise eigene Filter anlegen (dazu unten)
  6. Mein Rat: Nutzen Sie FlashBlock – damit auch (unsichtbare!) Flash-Cookies nicht einfach gesetzt werden können

Mit diesen beiden Erweiterungen blockt man zwar keine Übermittlung, erhält aber Hinweise, ob jemand versucht zu übermitteln:

  • Die FF-Erweiterung zu Google Analytics zeigt an, welche Seite versucht an Google-Analytics zu übermitteln. Dazu wird ein nettes Icon genutzt, beschränkt sich aber nur auf Google-Analytics.
  • Umfassender ist die Erweiterung „Counterpixel“, die verschiedene Dienste erfasst und dabei besonders so genannte „Counterpixel“ (unsichtbare Bilder die von externen Servern geladen werden) erkennt.

Vielleicht, wenn irgendwann nur noch unbrauchbare Daten gesammelt werden, wird man anfangen sich wieder um das Vertrauen der Webseiten-Benutzer zu kümmern.

Eigene Filter anlegen: Eine Webseite aufrufen und auf den ABP Button klicken, dann „blockierbare Elemente“ auswählen. In der Liste das entsprechende mit einem Rechtsklick auswählen und „blockieren“ anklicken. Danach erscheint ein Fenster, hier nur den Teil stehen lassen, der auf jeder Seite gleich ist und alles andere (z.B. den Tracking-Code) durch ein * ersetzen. Fertig.

Mehr Tipps von mir zum sicheren Surfen mit dem FireFox gibt es einmal hier, und nochmal hier.

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Bundesdatenschützer kritisiert Genehmigung des Google-Doubleclick-Deals

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Genehmigung der EU-Kommission für die Übernahme des Online-Werbevermarkters Doubleclick durch Google kritisiert. Die beiden Unternehmen könnten damit in Zukunft das Surfverhalten von Millionen von Internetnutzern beobachten, sagte Schaar gegenüber Zeit Online.

„Anstelle zweier sehr mächtiger Datenbanken entsteht eine. Das Nutzerprofil wird immer detaillierter. Und das alles ist in der Hand eines einzigen Unternehmens. Für einen Datenschützer ist das eine beunruhigende Konzentration“, meinte Schaar. Der oberste Datenschützer der Republik sieht auch entscheidende Unterschiede etwa zu Kundenkarten, bei denen viele Anwender freiwillig Daten von sich preisgeben: „Auf Kundenkarten kann ich verzichten. Anders im vorliegenden Fall. Ob Doubleclick mein Surfverhalten protokolliert, bekomme ich gar nicht mit. Und Google […] kann ich nur noch mit einigem Aufwand vermeiden.“ (Quelle: Heise)

Wie man sich selbst vor unerwünschter und unbemerkter Erhebung im Internet schützen kann habe ich hier beschrieben. 

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Weltweite Datenmenge wächst jährlich um 60 Prozent

Der Welt steht eine Explosion des Volumens digitaler Daten bevor. Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens IDC wird das «digitale Universum» bis 2011 jährlich um 60 Prozent auf dann 1800 Exabyte (1,8 Billionen Gigabyte) anwachsen.

Das entspreche einer Verzehnfachung gegenüber 2006, hieß es. Im vergangenen Jahr habe die weltweit verfügbare Datenmenge bereits 281 Exabyte betragen. Treiber dieser rasanten Entwicklung sind vor allem die weite Verbreitung von Digitalkameras und das digitale Fernsehen. Daneben sind auch die Popularität sozialer Netzwerke und die Datenerhebung durch sensorgestützte Anwendungen etwa für die Überwachung wichtige Faktoren für die explosionsartige Daten- Entwicklung. (Quelle: DerWesten)

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Die Gewerkschaft der Polizei äussert sich

Ich möchte aus einem Heise Artikel ein Statement der GdP aufgreifen, dass nicht untergehen darf:

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verlangt nun „zügig“ verfassungskonforme Rechtsgrundlagen zur automatischen Kennzeichenerfassung. Sie warf den Sicherheitspolitikern vor, zunehmend handwerklich schlecht zu arbeiten und die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts der letzten Jahre zu ignorieren. Zudem würden es die Politiker ein um das andere Mal versäumen, ihre Vorhaben gegenüber Bürgern verständlich zu erläutern. Dies würde Ängste und Misstrauen in der Bevölkerung schüren, während die Polizei auf ein gutes Vertrauensverhältnis angewiesen sei. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) erklärte ebenfalls, dass die Vollzugsorgane „für ihre schwierigen Aufgaben verlässliche Rechtsvorschriften brauchen“. Dies gelte insbesondere dort, wo in Grundrechte eingegriffen wird: „Wo es um die Freiheitsrecht der Menschen geht, darf es keine Grauzonen geben.“

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Provider liefert falsche Daten ans BKA

Es ist weder das erste Mal, dass eine IP einem fehlerhaften Nutzer zugeordnet wurde, noch wird es das letzte Mal sein: Das Lawblog berichtet, wie durch einen Fehler eines Providers das BKA den falschen Anschlussinhaber zu einer IP gemeldet bekommen hat – und der Unschuldige wurde dem Verdacht ausgesetzt, Kinderpornographie in Tauschbörsen verbreitet zu haben. Mit vollem Programm natürlich: Hausdurchsuchung, Vernehmung, Beschlagnahme aller Hardware:

Beim Bundeskriminalamt ging dieser Tage ein bemerkenswertes Schreiben ein. Ein großer Internetprovider zog mit dem Ausdruck des Bedauerns eine Auskunft zurück. In dieser Auskunft hatte der Provider dem Bundeskriminalamt mitgeteilt, welcher Kunde am 29. August 2008 mit einer bestimmten IP-Adresse im Netz unterwegs war.

Das Bundeskriminalamt hatte die Auskunft verlangt, weil bei “anlassunabhängiger Recherche” die IP-Adresse in einer Tauschbörse aufgefallen war. Über den zugeordneten Rechner standen eine Menge Kinderpornos zum Download bereit.

Für den benannten Kunden hatte die Auskunft dramatische Folgen. Hausdurchsuchung, Beschlagnahme des Heim-PCs und des Firmennotebooks, Vernehmung und sicherlich auch einige nicht sehr lustige Gespräche im Familienkreis. Das volle Programm eben, mit all seinen mitunter katastrophalen Folgen. (Nachzulesen in Gänze hier beim Lawblog)

Vor dem Hintergrund verstehen vielleicht mehr Lese hier, warum ich so engagiert dafür kämpfe, die IP als unbeschränkt personenbezogenes Datum anzuerkennen (Artikel dazu). Nicht trotz, sondern gerade weil eine IP heute ständiges Ermittlungsinstrument ist und es nicht nur Fehler geben kann, sondern gerade weil diese Fehler in der Zuordnung längst auftreten. Das problem hierbei ist vor allem, dass man sich nichtmal annähernd schützen kann. Und die Technikgläubigkeit der Ermittlungsbehörden ist hier auch keine Hilfe.

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Bei Anruf Verbraucherschutz – Bundesregierung geht gegen unerlaubte Telefonwerbung vor

Bundesministerin Brigitte Zypries und Bundesminister Horst Seehofer haben heute ein Maßnahmenpaket der Bundesregierung gegen unerlaubte Telefonwerbung vorgestellt.

„Verbraucherinnen und Verbrauchern können sich leichter von Verträgen lösen, die sie am Telefon abgeschlossen haben, und wir schützen sie besser vor untergeschobenen Verträgen. Unseriöse Firmen, die sich über das bestehende Verbot hinwegsetzen, müssen künftig damit rechnen, mit empfindlichen Bußgeldern belegt zu werden. Um der schwarzen Schafe der Branche besser habhaft zu werden, darf außerdem bei Werbeanrufen künftig die Rufnummer nicht mehr unterdrückt werden. Bei Verstößen drohen ebenfalls Bußgelder“, erläuterte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries die geplanten Maßnahmen.

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Truecrypt 5.1 erschienen

Die vor kurzem erschienene Version 5.0 von Truecrypt war leider nicht ganz glücklich: Schon kurz danach erschien die wenig beachtete 5.0a, die nun von der Version 5.1 abgelöst wurde. Während die 5.0a erhebliche Fehler in der Verschlüsselung von Systempartitionen behoben hat, geht es diesmal um einen zwar nervigen, aber eher unkomfortablen Fehler: Der Ruhezustand (Hibernation-Mode) lief auf verschlüsselten Partitionen unter Truecrypt 5.0 nicht. Mit der Version 5.1 soll das nun behoben sein. Download auf der Webseite.

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Zustimmung im Bundesrat zum Anti-Pirateriekurs Brüssels

Ausschüsse der Länderkammer setzen sich in ihren Kommentaren (PDF-Datei) zur geplanten Strategie „Content Online“ der EU-Kommission für einen zivilrechtlichen Auskunftsanpruch gegen Internetprovider und zusätzliche „freiwillige Vereinbarungen“ ein. Der Bundesrat solle am Freitag die Auffassung der Kommission teilen, „dass es sich bei der Internetpiraterie um ein zentrales Problem bei der digitalen Verwertung von geschützten Werken handelt“. Rechteinhaber müssten daher effektive Mittel an die Hand bekommen, um gegen Rechtsverletzungen vorzugehen.
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Dazu zählen die Fachpolitiker im Sinne früherer Stellungnahmen zum einen die Einführung eines Schadensersatzanspruchs; der Verletzer soll also nicht nur die einfache Lizenzgebühr zahlen. Dazu kommt die Einführung eines „praktikablen und erfüllbaren“ Anspruchs der Rechtehalter auf Auskunft über Nutzerdaten hinter einer IP-Adresse. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu dieser Frage habe den Mitgliedsstaaten keine engen Grenzen gesetzt. Die Ausschüsse raten ferner zu zusätzlichen Vereinbarungen zwischen der Musik- und Filmindustrie, Providern und Verbrauchern. Auf konkrete Vorschläge wie das in Frankreich geplante Kappen des Netzzugangs bei illegalen Downloads oder Warnungen der Zugangsanbieter gehen sie nicht ein. (Quelle: Heise)

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