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Richtig widersprechen

Ein kurzer Praxis-Hinweis: Es ist durchaus üblich, dass man (unverlangte) Werbung von einer Firma erhält, die aber die Datensätze gar nicht selber vorrätig hat. Der Hintergrund ist ein „vermieten“ von Datensätzen, das heisst ein Unternehmen bucht bei einem Adresshandelt Datensätze einer bestimmten Kategorie, die dann gar nicht an das Unternehmen selbst gesendet werden, sondern ihrerseits direkt (Lettershop-Verfahren) mit den Werbeschreiben verknüpft werden. Als Betroffener kann man natürlich dennoch bei dem Unternehmen widersprechen, aber es gibt einen Kniff.

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Und jetzt nennen Sie mir bitte noch Ihre PLZ…

In einem Kommentar wurde die Frage aufgeworfen, wie man am besten reagiert, wenn man nach der eigenen PLZ beim Einkauf gefragt wird. Es gibt ja drei Möglichkeiten:

  1. Man nennt seine aktuelle PLZ,
  2. man nennt eine falsche PLZ,
  3. man nennt gar nichts bzw. „00000“.

Sofern man Bar zahlt (bei mir der Regelfall) ist Variante 1 eine anonyme Erhebung, die mir keine Sorgen bereitet. Eher weil ich eine Abneigung gegen Statistiken habe ist Variante 1 nicht mein Fall.
Variante 2 ist nur was für die, die ärgern möchten oder bewusst die Statistik verfälschen wollen. Ich habe da persönlich nichts von, kommt für mich nur in Frage, wenn an der Kasse barsch „gefragt“ wird: „Und jetzt die PLZ!“. Sofern jemand nett fragt und sogar darauf hinweist, dass die Angabe freiwillig ist, kommt für mich Variante 2 nicht in Frage.

Ich selbst bevorzuge immer Variante 3 – aus bestimmtem Grund: Im Regelfall wenn man nichts sagt, wird tatsächlich eine „00000“ eingegeben. Die fehlende Information wird so aber zur aktiven Information, die nämlich besagt: Ein Kunde wollte gar keine Auskunft geben. Und für mich als Kunde ist es wichtig, dass das Unternehmen sieht, wie viele Kunden bereit sind, freiwillig Auskunft zu geben. Sollten die sich damit mal auseinandersetzen und viele Kunden haben (nachvollziehbar) keine Angaben gemacht, könnte man darauf hoffen, dass das Unternehmen den Datenschutz als Kundenwunsch einstuft. Dies ist mein Grund, Variante 3 zu bevorzugen.

Übrigens hatte ich einmal in meinem Leben den Fall, dass eine resolute Dame an der Kasse mich belehrte, ich müsse die Information geben. In diesem einen Fall bin ich wortlos gegangen und habe Waren und Dame an der Kasse zurückgelassen. Auch ein interessantes Erlebnis.

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Wirklich schnelle Wegwerf-Mailadresse

Wer zwischendurch Mail-Adressen braucht, um sich anonym zu registrieren, der sollte „TemporaryInbox“ kennen. Mit dem passenden FireFox-Addon kann man problemlos mit einem Klick Wegwerf-Mailadressen erzeugen und bei der Registrierung nutzen. Eine Registrierung ist nicht nötig (was aber auch zu einer Warnung führt, siehe unten), mit dem AddOn kann man einfach jederzeit eine Mailadresse erzeugen, nutzen und abfragen.

Da Problem ist, dass bedingt durch die mangelnde Registrierung jeder der die Mailadresse kennt, auch Mails an diese Adresse lesen kann! Also gut überlegen wie man es einsetzt und auf gar keinen Fall wichtiges oder persönliches an solche Mails schicken lassen.

Praktisch ist ebenfalls die Weiterleitungsfunktion, die auch mit einem Passwort geschützt werden kann – wer langfristig nur eine Spam-Mail-Adresse nutzen will, findet hier einen guten Weg.

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Mit Torpark vom Foebud schnell und einfach anonym surfen

Wer wirklich anonym surfen möchte, kann das mittels „Torpark“ schnell und einfach: Nichts installieren oder konfigurieren, sondern einfach entpacken und loslegen. Torpark selbst hat zwar eine schwierige Zeit hinter sich, jedoch hat der Foebud das Ganze neu aufgelegt.

Vom Foebud wird es einerseits als „PrivacyDongle“ angeboten, das ist ein USB Stick den man kauft und einfach nur einstecken muss. Genauso gut kann man sich die Software aber auch kostenlos dort kopieren und selber auf einen USB-Stick packen. Wer einfach nur hin und wieder anonym surfen möchte, braucht auch keinen USB-Stick, man kann es überall entpacken und dann ausführen.

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FireFox-Prefetching abschalten

Ich habe bereits in dem Beitrag zum Thema „Konsequenz aus IPs als personenbezogenes Datum“ geäußert, das man vorsichtig sein muss, wenn die eigene IP in „dubiosen Logfiles“ auftaucht. zu denken ist etwa, dass ein übereifriger Staatsanwalt die (nur einmalig) auftauchende IP in einem Logfile für Ermittlungsverfahren zum Anlass nimmt. Das gibt es heute bereits und ist heftigster Kritik ausgesetzt.

Neben dem Laden von externen Bildern auf Webseiten stellt sich dieses Problem aber auch beim so genannten „Prefetching“, wenn also der Browser automatisch Webseiten im Hintergrund lädt, obwohl man diese gar nicht aufgerufen hat. Im FireFox ist das aber eine versteckte und von Beginn an aktivierte Option, dazu aus dem FireFox-Wiki:

Link-Prefetching ist eine Technologie, mit der verlinkte Webseiten schon im Voraus geladen werden. […] Ein zweites Problem ist, dass Daten zu einer Webseite gesendet werden, obwohl diese nicht aufgerufen wird. Dadurch könnten eventuell persönliche Daten über den Benutzer ermittelt werden.

Korrekt, und darum sollte man es vielleicht abschalten. Dazu in die FireFox-Adresszeile einfach „about:config“ eingeben, kurz den Warn-Hinweis bestätigen und dann nach „network.prefetch-next“ suchen. Ein Doppelklick schaltet es dann aus.

Die genauen Details dazu findet man im Mozilla-Development-Center, hier nachzulesen. Bitte beachten, dass von Haus aus nicht jeder <a>-Tag verfolgt wird, sondern nur entsprechende <link>-Tags, scheinbar gab es da Mißverständnisse. Anders ist dies, wenn man AddOns wie FasterFox einsetzt, aber auch hier kann man selber einstellen, was geladen werden soll und was nicht.
Harmloser ist das deswegen aber nicht, da man nicht weiß, wo das Tag eingebaut wird – wer bei Google etwas sucht, wird z.B. feststellen, dass die Google-Ergebnisse mit dem Prefetch-Tag mitunter verziert sind. Im Jahr 2005 hat Google die Unterstützung für Prefetch-Links aufgenommen.

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Safer Surfen mit dem FireFox III

Meine Plugin-Liste für den FireFox geht in die dritte Runde. Während der 2. Teil leider (fast) nur Erweiterungen für die Version 2 bereithält, gibt es heute wieder Updates, die für alle Interessant sind.

Das Ganze ist inzwischen eine Art Serie bei mir, dazu bitte auch die bisherigen Teile beachten:

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Logfiles in der Praxis

Jedes Webhosting Paket bietet heute Logfiles an – aber viele Webmaster und vor allem Nutzer sind sich nicht im Klaren, was diese „Logfiles“ an Daten eigentlich beherbergen und was man damit tun kann. Ich habe hier zwei ältere Artikel von mir herausgesucht und eingestellt, mit denen ich (vor einigen Jahren) Webmastern beschrieben habe, die man Logfiles analysiert. An dieser Stelle sollen diese Inhalte dazu dienen, jedem Klar zu machen, was dies für ein Werkzeug ist, wie man es nutzt und wie man es nutzen kann.

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